Was Sie beachten sollten

Die Aufnahmen Ihres Bewerbungsportraits können für Ihre berufliche Zukunft sehr wichtig sein, Sie sollten sich also im Vorfeld etwas Zeit nehmen, sich ein paar Gedanken dazu machen. Wir haben im Folgenden einige Überlegungen und Vorschläge zusammengetragen, die Ihnen bei der Vorbereitung des Fototermins bei uns helfen sollen.

Einige grundsätzliche Gedanken zur Kleidung

Ein sehr hilfreicher Gedanke, wenn Sie vor Ihrem Kleiderschrank stehen und überlegen, was Sie denn nun zu diesem Fototermin anziehen sollen: wählen Sie Ihr Outfit so, als ob Sie zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch bei genau dem Unternehmen eingeladen seien, bei dem Sie sich bewerben wollen...

Gehen Sie von dem Gedanken aus, dass für das Bewerbungsfoto nicht Ihr eigener Stil und Geschmack im Vordergrund stehen sollten, sondern die Erwartungen des Arbeitgebers, bei dem Sie sich bewerben. Sollten Sie sich nicht sicher sein, wie der „Dress-Code“ des betreffenden Unternehmens aussieht, stöbern Sie einfach etwas auf dessen Website, meist finden sich dort entsprechende Hinweise. Überlegen Sie sich bei der Wahl der Kleidung, die Sie zum Shooting mitbringen, ob Sie Ihren künftigen Arbeitgeber genau so nach außen repräsentieren könnten, ob Sie so zum öffentlichen Auftritt des Unternehmens passen. Je nach Branche kann das Bild hier erheblich differieren: suchen Sie eine Beschäftigung im kreativen Bereich, wie etwa in einer Werbeagentur, im Journalismus, wird die Entscheidung anders aussehen müssen, als wenn sich Ihre Karriere in der Welt der Banken und Versicherungen abspielen soll. Wichtiger als der letzte modische Schliff oder ein teures Label ist es erfahrungsgemäß, dass Sie sich in den Kleidungsstücken, die Sie zusammenstellen, wirklich wohlfühlen! Das Unbehagen, das schlecht sitzende, unbequeme, oder auch nur ungewohnte Kleidungsstücke erzeugen, schlägt sich leicht in Ihrer Haltung und Ihrem Gesichtsausdruck nieder.

Sie sollten sich gut kleiden, nicht verkleiden! Allgemein gilt: im Zweifelsfalle lieber einen Tick konservativer als zu leger.

Ein technischer Aspekt, der mit der zunehmenden Häufigkeit von Online-Bewerbungen an Bedeutung gewinnt: verzichten Sie auf sehr klein gemusterte (karierte, gestreifte...) Kleidungsstücke, denn die können bei der Darstellung auf Computermonitoren einen irritierenden, hässlichen, sogenannten Moirée-Effekt ergeben.

Wenn Sie nun immer noch unsicher sein sollten, was Sie zum Fototermin anziehen sollen, beruhigt es Sie vielleicht zu wissen, dass die Bedeutung der Kleidung auf Bewerbungsfotos gemeinhin weit überschätzt wird. Wichtiger als die Wahl der richtigen Bluse, der richtigen Krawatte ist auf jeden Fall, dass Sie gute Laune mitbringen, denn die drückt sich in Ihrem Blick, Ihrer Haltung aus und wirkt ansteckend auf den Betrachter.

Ganz wichtig: Sie sollten nach Möglichkeit ausgeschlafen zum Fototermin kommen, denn Augenringe und andere Spuren einer zu kurzen Nacht lassen sich auch mit Makeup und Retusche nicht vollständig „übertünchen“ und machen Sie nicht attraktiver für Ihren künftigen Arbeitgeber!


Haare und Makeup

Ein Friseurbesuch vor dem Fototermin kann nicht schaden, ist aber keinesfalls Voraussetzung für einen erfolgreichen Shoot. Die Frisur sollte neutral sein und nicht vom Gesicht ablenken. Aus dem gleichen Grunde sollten Sie auch Schmuck und Lippenstift äußerst sparsam einsetzen. Wir raten zu großer Zurückhaltung vor dem Schminkspiegel! Hier gilt wirklich: weniger ist mehr.


Meine Herren: Die Krawatte!

Auch wenn Sie sich im Berufsalltag vielleicht wesentlich lässiger gekleidet an Ihrem Arbeitsplatz bewegen können: fürs Bewerbungsfoto ist die Krawatte in vielen Branchen obligatorisch. Nicht nur bei der Auswahl dieser dekorativen Textilie sollten Sie eine gewisse Sorgfalt walten lassen, auch der Knoten verdient hier Beachtung.

Falls es lange her ist, dass Sie zuletzt eine Krawatte binden mussten, und Sie sich nicht sicher sind, ob Sie diese Aufgabe problemlos meistern, können wir Ihnen zwei Tipps geben: entweder, Sie lassen sich die Krawatten, die Sie beim Portrait-Termin tragen möchten, von jemandem binden, der das gut kann, und bringen dann die „vorgebundenen“ Krawatten mit, die Sie im Fotostudio nur noch um den Kragen legen und zuziehen müssen, oder Sie werfen einen Blick auf diese Krawatten-Website, die Ihnen mit recht gut gemachten Video-Tutorials nicht nur zeigt, wie man einen Standard-Knoten bindet, sondern Sie können sich hier auch Anregungen für nicht alltägliche Krawattenknoten holen, mit denen sich ganz dezent ein weiteres Plus an Aufmerksamkeit erreichen lässt.


Nervös und ein bißchen verkrampft vor der Kamera?

Die wenigsten von uns fühlen sich vom ersten Moment an vor einer Kamera wohl und entspannt. Viele unserer Portrait-Kunden betonen vor Beginn des Shootings, wie unfotogen sie seien, und oft dauert es ein wenig, bis sich die anfängliche Verkrampftheit lockert. Nach einiger Zeit merken Sie, dass nicht jeder einzelne Schuss zählt, dass es nichts ausmacht, wenn mal die Augen zu sind oder sonst etwas nicht ganz perfekt ist. Wir begleiten sie nach Kräften auf dem Weg zum entspannten Lächeln. Grade deswegen machen wir ja häufig hundert, zweihundert Aufnahmen, um dann schließlich DEN besten aller Schüsse herauszufiltern. Übrigens kann es auch nicht schaden, wenn Sie vor dem Spiegel zu Hause schon mal ein wenig üben, diesen freundlichen Gesichtsausdruck, der Kompetenz und Durchsetzungsvermögen signalisiert.

Eine Vielzahl von nützlichen Tipps und interessanten Hintergrundinformationen zum Thema Bewerbungsfotos, speziell auch für Frauen, findet man in diesem Artikel des SPIEGEL.


Zur Bildauswahl

Die Art und Weise, wie andere Menschen uns sehen, wie wir auf sie wirken, unterscheidet sich häufig ganz erheblich von unserer Selbstwahrnehmung. Eine unserer wichtigsten Empfehlungen in diesem Zusammenhang lautet daher: bitten Sie ruhig Freunde, Verwandte, Partner/in um deren Beurteilung und Meinung, um Mithilfe bei der Auswahl Ihres Portraits. Die von uns angebotene Möglichkeit der Online-Auswahl ermöglicht es Ihnen übrigens, ganz einfach eine beliebige Zahl von Vertrauenspersonen in Ihren Auswahlprozess einzubinden, auch wenn diese grade räumlich weit entfernt sein sollten – Internetzugang natürlich vorausgesetzt.


Gute Bewerbungsportraits sind teuer?

Ihr Arbeitgeber in spe soll für Sie in den nächsten drei Jahren – mal angenommen, Sie würden 1700 Euro netto im Monat verdienen – weit über 100.000 Euro überweisen, Sozialabgaben etc. eingerechnet. Wird er es sich da nicht gut überlegen, sich für jemanden zu entscheiden, dem dieser Job, diese Bewerbung offensichtlich nicht mal ein aussagekräftiges, interessantes Foto von einem guten, professionellen Fotografen wert ist?


Welche Regeln gelten für Bewerbungsfotos?

Die Regeln für das Bild auf Ihrer Bewerbung sind in den letzten Jahren lockerer geworden. Ob ein Bewerber von links, von rechts oder frontal in die Kamera schauen soll: niemand schreibt es ihm vor. Ob er sich sich in Schwarzweiß oder Farbe präsentiert, quadratisch, hoch- oder querformatig, angeschnitten oder mit viel Hintergrund, es bleibt dem Bewerber überlassen – oder seinem fotografischen Berater.

In erster Linie sollte das Foto einen sympathischen und harmonischen Eindruck der dargestellten Person vermitteln und signalisieren, dass sie auch äußerlich zur angestrebten Position passt. Das heißt: In einem konservativen Umfeld schlicht, seriös und nicht zu „künstlerisch“. In kreativen Branchen wie Journalismus oder Werbung sind die Spielräume weniger eng gefasst.

Auch im Bewerbungsratgeber der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG finden sich interessante Hinweise zur Bedeutung und Gestaltung von Bewerbungsfotos.